Bergrettung Leutasch
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Einsatzjahr 2019
Einsatzjahr 2019 der Bergrettung Leutasch
  
Einsätze, Rettungsdienste und Tätigkeiten
Der Winter zum Jahresbeginn 2019 begann mit der medienwirksamen Auflösung der Loipenrettungsvereinbarung mit dem TVB Olympiaregion Seefeld. Da das sehr gute Loipenrettungskonzept leider nicht so umgesetzt werden konnte, wie vorgesehen, entschied die Bergrettung Leutasch aus der Vereinbarung auszusteigen. Aus diesem Grund war der Einsatzwinter dementsprechend ruhig und so wurden die Bautätigkeiten für den neuen Boulderraum im Dachgeschoss des Gerätehauses so gut wie fertiggestellt – ein sicherer Aufstieg in das Dachgeschoss ist derzeit noch in Ausarbeitung.
Der Winter endete mit einer Lawinenalarmierung Ende März auf der Ahrnplattenspitze, welche Gottseidank nach kurzer Nachschau für beendet erklärt werden konnte, da keine Person verschüttet wurde. Ab Juni 2019 begann der einsatzreiche Sommer.
Bei den 34 Einsätzen zwischen Juni und Oktober waren unterschiedlichste Einsatzszenarien abzuarbeiten. Darunter erwähnenswert sind sicherlich der Flugzeugabsturz im Bergleintal, der Sucheinsatz im Bereich Wettersteinhütte bis Hämmermoosalm und die Rettung einer verstiegenen Person am Söllerpass bei Schneefall im September.
  
Auszüge aus den Einsätzen
Im Juli stürzte ein Kleinflugzeug im Bereich Leutascher Platt ab und wurde vollkommen zerstört. Die alarmierten Einsatzkräfte wurden per Hubschrauber zum Einsatzort gebracht, um einen Überblick über den Unfallort zu erhalten. Nach Abklärung vor Ort bestand die Aufgabe der Bergrettung darin, eine aufrechte und funktionierende Funkverbindung mit dem Tal herzustellen. Nach Beendigung der Löscharbeiten durch die Feuerwehr wurde der Einsatzort an die Polizei übergeben. Am nächsten Tag wurden nochmals Bergretter zum Unfallort geflogen, um bei den Aufräumarbeiten im unwegsamen Gelände zu helfen.

Anfang August wurde die Bergrettung Leutasch direkt von einem Vermieter in Leutasch informiert, dass ein Urlauber nicht zum vereinbarten Treffpunkt zurückgekommen sei. Nach Abklärung mit der Polizei startete noch in derselben Nacht eine Suchaktion mit Suchmannschaften, Suchhunden und dem Polizeihubschrauber, der mit einer Wärmebild-kamera ausgestattet war. Da die Suche in der Nacht leider ergebnislos verlief, organisierte man für den kommenden Tag eine weitere großangelegte Suche in Zusammenarbeit mit vielen Einsatzkräften und -organisationen. Hierfür wurden nachfolgende Einsatzkräfte und Ortsstellen alarmiert:
Bergrettung Leutasch, Bergrettung Seefeld-Reith, Bergrettung Scharnitz, Bergrettung Telfs, Bergrettung Ehrwald, Bergwacht Mittenwald, Bergwacht Krün, Suchhundestaffel der Bergrettung Tirol, Alpinpolizei, Hubschrauber des Innenministeriums, Feuerwehr Leutasch – insgesamt standen über 50 Einsatzkräfte bei der Suche zur Verfügung. Nach einem weiteren ergebnislosen Tag für den Sucheinsatz und einer weiteren Bergung einer verunfallten Person wurde die Suche vorerst abgebrochen. Die vermisste Person konnte wenige Tage danach leider nur mehr tot im Bereich Rossberg vorgefunden und geborgen werden.
 
Am Nachmittag des 8. September wurde die Bergrettung Leutasch bei widrigsten Bedingungen (starker Schneefall im Gebirge schon vor Tagen vorhergesagt) alarmiert, um eine verstiegene Person im Bereich des Söllerpasses zu finden und sicher ins Tal zu bringen. Eine Mannschaft stieg dabei direkt über den Söllerpass und eine weitere Mannschaft durch das Bergleintal auf, da der genaue Standort der Person nicht bekannt war. Nach vorfinden der Person im Bereich Leutascher Platt oberhalb des Söllerpasses mit mangelhafter Ausrüstung (Halbschuhe bei ca. 20cm Neuschnee) wurde die Person mit wärmeerhaltenden Maßnahmen versorgt und über das Bergleintal sicher ins Tal begleitet. Einsatzende 21:30 Uhr.

Insgesamt wurden im Jahr 2019 bei 45 Einsätzen (290 Einsatzstunden) 26 Personen geborgen. Neben den vielen Einsätzen wurden auch heuer wieder für diverse Sportveranstaltungen Rettungsdienste (ca. 500 Einsatzstunden für Ganghoferlauf, Zugspitz Ultratrail, Ganghofertrail, Karwendelmarsch, usw.) geleistet. Auch bei diversen Festtagsumzügen konnten wir mit Abordnungen und dem beliebten Kletterturm der Bergrettung Tirol teilnehmen.
Für die Loipenrettung leisteten wir im letzten Winter an den Winterwochenenden aufgrund der Auflösung der Vereinbarung mit dem TVB keine Bereitschaftsdienste. Die Bergrettung Tirol steht jedoch in Verhandlungen mit dem TVB Olympiaregion Seefeld und die Bergrettung Leutasch ist gerne wieder bereit bei der Loipenrettung mitzuhelfen.
  
Mitglieder und Ausbildung
Die Ortsstelle Leutasch hat derzeit einen Mitgliederstand von 34 Personen (3 Anwärter). Bei der Jahreshauptversammlung im März konnten die aus dem Ausschuss freiwillig ausgeschiedenen Mitglieder geehrt werden und wir möchten uns auf diesem Wege nochmals bei Harald Aschaber – Ortsstellenleiter, Bernhard Haslwanter – Kassier, Klaus Neuner – Gerätewart und Manfred Messner - Kassaprüfer für Ihre langjährige Tätigkeit recht herzlich bedanken.
 
Als Kameradschaftsausflug organisierte federführend Kurt Nairz im Oktober einen Ausflug ins Bayrische. Nach einer Donauschifffahrt und der Besichtigung von Regensburg wurde die Brauerei zum Kuchlbauer mit Hundertwasserturm in Abensberg besichtigt. Um die Kameradschaft innerhalb des Plateaus zu pflegen, fand der Ausflug gemeinsam mit der Ortsstelle Seefeld/Reith statt. Ein weiteres Highlight war neben den zahlreichen abendlichen Übungen die, durch unseren Ausbildungsleiter Albert Neuner, perfekt organisierte Tagesübung auf der Ahrnplattenspitze, wo sämtliche Bergungsarten im felsigen Gelände geübt werden konnten.
  
Abschließend möchte ich herzlichst meinen Dank aussprechen an die Gemeinde Leutasch, allen Förderern und Gönnern für die Unterstützung sowie allen Kameraden und Kameradinnen, die zu jeder Tages- und Nachtzeit einsatzbereit sind.
 
Wir wünschen allen ein besinnliches Weihnachtsfest und ein gutes neues und unfallfreies Jahr 2020!
Michael Strigl, Ortsstellenleiter
https://leutasch.bergrettung.tirol oder https://www.facebook.com/BergrettungLeutasch
 
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